Weidewirtschaft

Wie es die zahlreichen Überreste der römischen Schafställe bezeugen, durchstreifen Schafe die Crau-Steppe seit der Antike. Sie verbleibt bis heute das hauptsächliche Gebiet der wandernden Schafzucht der unteren Provence.

Wegen Regenwassermangel wurden Brunnen gegraben, um die die Schafe tränken zu können. Gegen den oft starken Mistral wurden schützende Trennmäuerchen gebaut.

Heutzutage wird die Weidewirtschaft in der vom Landwirtschaftsministerium behördlich anerkannten Schule Domaine du Merle gelehrt. Dieses Landgut ist das Herzstück der regionalen Schafzucht. Auf 450 Hektar (50Ha für Anbau, 120Ha für bewässertes Weideland und 250Ha Coussouls) werden die Futtererzeugung, die Wanderviehwirtschaft (Transhumanz) und die Möglichkeiten des Merinoschafes (reinrassig oder gekreuzt) studiert.

Seit dem 1. Juni 2012 hat sich der Sitz des Haus der Transhumanz im Landgut Domaine duMerle niedergelassen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1997 wirkt dieser Verein im Verlagswesen, in der Erstellung von Ausstellungen, Dokumentarfilmen und pädagogischen Lehrmitteln, in der Anlegung von Naturlehrpfaden, in der Organisierung von Seminaren und Treffen.

Seine Gründungsmitglieder (Züchter, Sachverständige in Landwirtschaft, Umwelt und Geisteswissenschaften, Kulturveranstalter, Kommunalpolitiker) sind überzeugt: von ihrer Zusammenarbeit hängt die Zukunft der großen Schaftranshumanz (Wanderwirtschaft) ab.

In Zusammenarbeit mit SupAgro (Hochschule für Landwirtschaft) wird auf dem Landgut Domaine du Merle im Jahr 2014 ein Europa-Mittelmeerraum-Zentrum für Wissensressourcen für Studenten, Forscher und auch die breite Öffentlichkeit eröffnet. Ein Lehrpfad wird das umliegende Gebiet der Öffentlichkeit näherbringen.

Ein weiteres Projekt dieses Vereins ist in Durchführungsphase: die Routo ! Es handelt sich um einen Weg, der den Spuren der wandernden Schafherden von der Crau-Ebene und der Camargue bis in die alpinen Täler des Piemont folgt.

Das Haus der Transhumanz und das Landgut Domaine du Merle, die beide an einem Ende dieser Reiseroute liegen, gründen den südlichen Schwerpunkt, und das Ökomuseum de Weidewirtschaft in Pontebernardo den nördlichen und alpinen Schwerpunkt.

Für weitere Informationen :

: http://www.visitsalondeprovence.com/decouvrir/lart-de-vivre/avec-laccent...

 

Im Empéri-Schloss ist ein Raum den Werken des Malers Théodore Jourdan gewidmet. Er wurde 1833 in Salon-de-Provence geboren. Er malte überwiegend Landschaften der Provence, vor allem Szenen der Schafwanderungen, in denen die heimische Schafrasse Merino von Arles dargestellt wird.

Er vermachte der Stadt 19 großformatige Gemälde, so wie auch circa 60 Zeichnungen, die alle in dem Saal ausgestellt sind, der seinen Namen trägt.

Für weitere Informationen :

: http://www.visitsalondeprovence.com/agenda/calendrier/290169-exposition-...

 

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