Wichtige Daten

Salon-de-Provence "vom Mittelalter bis heute…"

Im Jahre 871 wird eine Villa Sallonne erstmals urkundlich erwähnt. Es handelt sich jedoch lediglich um ein Landgut aus karolingischer Zeit, das der Abtei Saint-Sauveur in Marseille angehört.

Im 10. Jahrhundert errichten die Erzbischöfe von Arles auf dem Puech-Felsen eine befestigte Anlage (Castrum), das Schloss Empéri (Fotoansicht : Ehrenhof des Empéri-Schlosses). Der Name Empéri kommt von der Tatsache, dass der deutsche Kaiser (empereur auf Französisch) damals Lehnsherr der Provence war.

Im 12. Jh. schützen sich die am Fuβe der Festung angesiedelten Viehzüchter und Kaufleute durch die Errichtung einer Stadtmauer, von denen die Türme Tour du Bourg Neuf, Tour de l’Horloge und Tour Galagaspe heute noch zu sehen sind

Die Kirche Saint-Michel aus dem 13. Jh. und die Kollegienkirche Saint-Laurent aus dem 12. – 15. Jh. enthalten romanische und gotische Stilelemente.

Michel de Nostredame, auch Nostradamus genannt, lebt von 1547 bis 1566 in Salon-de-Provence. Die Kollegienkirche St-Laurent enthält stets Überreste seiner Grabstätte.

Um während der Renaissance dem Wassermangel der Stadt abzuhelfen, entwirft der Ingenieur Adam de Craponne einen Bewässerungskanal. Dieser Kanal erreicht Salon im Jahre 1559.

Dank eines Kanals, der das Durance-Wasser teilweise ableitet, werden die Stadt und die Crau-Ebene bewässert.

So ermöglicht Craponne zuerst die industrielle, dann auch landwirtschaftliche Entwicklung von Salon. Für diesen wirtschaftliche Fortschritt ehrt ihn die Stadt 1854 durch die Errichtung einer Statue (dem Rathaus gegenüber).

Im 17. Jh. wendet das Rathaus seine Fassade den neuen Vierteln, die sich ausserhalb der mittelalterlichen Stadtmauern ausbreiten, zu. Im Jahr 1909 erschüttert ein starkes Erdbeben die Stadt.

 

 

 

Im Jahre 1918 wird Salon-de-Crau zu Salon-de-Provence.

Zwischen 1870 und 1920 wird Salon zu einer Industriestadt.

Dem Vorbild von Marseille folgend, stellt auch Salon erhebliche Mengen Öl und Seife her.

Mit der Ansiedlung des Fliegerhorstes 701 im Jahre 1937 und mit der Stationierung der französischen Kunstflugstaffel im Jahre 1964 verstärkt sich die städtische Entwicklung. Die Bevölkerung von Salon wird weltoffener.

Das Mittelalter und das 19. Jh. haben in der ganzen Stadt ein reiches kulturelles Erbe hinterlassen.

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